Die Zukunft im Rheinischen Revier gestalten

Mit der „Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+“ begleitet der Revierknoten Raum mittel- bis langfristig die räumliche Entwicklung der Region sowie Projekte und Prozesse zur Bewältigung und Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier.

Auftaktveranstaltung Raumstrategie­prozess

Am 11. Juni fiel der Startschuss für die Mehrfachbeauftragung zur Raumstrategie 2038+. Vor der öffentlichen Veranstaltung im ENERGETICON in Alsdorf gab es für die Planungsteams bereits die Möglichkeit sich informell austauschen und sich mit dem Rheinischen Revier vertraut zu machen.

Das ENERGETICON mit seinem industriellen Ambiente bildete den Rahmen für die öffentliche Auftaktveranstaltung. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmer von Alfred Sonders, Bürgermeister der Stadt Alsdorf, sowie von Bodo Middeldorf begrüßt. Die folgende Videobotschaft von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ordnete den Strukturwandel als große Chance für die Region ein und hob die Bedeutung des Raumstrategieprozesses für die Entwicklung der Region hervor.

Foto ©: Fabio Bayro Kaiser
Mission

Aufgaben und Ziele

Die bundespolitische Absicht aus der Kohleverstromung auszusteigen führt zu weitreichenden Veränderungen in der Wirtschafts- und Raumstruktur des vom Braunkohleabbau geprägten Rheinischen Reviers.

Neben der wirtschaftlichen Ausrichtung steht die Region mit Aufgaben wie der Nachnutzung der großflächigen Tagebaugebiete und Kraftwerksareale zugleich vor enormen Herausforderungen, aber ebenso großen Chancen. Die bestehenden Potenziale sollen im Kontext der Raumstrategie gebündelt und in ein konsensfähiges Raumbild überführt werdens.

Prozess

Die Phasen der Raumstrategie

Der Planungsprozess gliedert sich in drei Phasen. Vorgelagert und prozessbegleitend erfolgt die dynamische Raumdiagnose, welche als laufend fortgeschriebene Bestandsaufnahme und Analyse fungiert und stetig thematisch erweitert wird.

Phase 1

Raumbildvarianten

Die drei Planungsteams erarbeiten in unterschiedlichen Varianten, aufbauend auf der dynamischen Raumdiagnose, räumliche Leitbilder sowie Entwicklungsziele für den Gesamtraum des Rheinischen Reviers.

Phase 2

Konkretisierung

In der zweiten Phase werden die gesamträumlichen Leitbilder auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und Zeitkorridoren teilräumlich und thematisch vertieft und konkretisiert.

Phase 3

Zusammenführung

Die durch die Planungsteams erarbeiteten Raumbilder werden im Strategiepapier, der Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+, zusammengeführt. Diese wird stetig weiterentwickelt und fortgeschriebenen.

Prozessbegleitend

Raumdiagnose

Vorarbeiten / Studien der Region

Masterplan Indeland

Landfolge Garzweiler

Tagebau-Umfeldinitiative Hambach

Studien / Analysen Revierknoten

Integrierte Raumanalyse

Grundlagenuntersuchung Mobilität

Aktuelle Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Befüllungsgrad Restseen

Förderlinien / Umsetzungsprojekte

Formale Planung

Regionalplanung Köln

Regionalplanung Düsseldorf

Landesentwicklungsplanung

Braunkohlenplan

Prozessbeteiligte

Prozessphase 1 und 2

Planungsteams

ASTOC Architects and Planners mit:

Urbanista.ch
LOLA Landscape Architects
mrs Partner
Futur A

AS+P mit:

Prof. Rolf Kuhn

Yellow Z mit:

berchthold & krass
Rabe Landschaften
ARGUS studio
Dr. Stefan Carsten

gesamte Prozesslaufzeit

Begleitgremien

Steuerungsgruppe / Steuerungsgruppe plus

Gremium zur inhaltlichen Begleitung des Raumstrategieprozesses bestehend aus Fachakteur:innen der Region sowie der Politik

  • Inhaltliche Mitarbeit als Raumexpert:innen
  • Kontroll- & Steuerungsfunktion für den Prozess und dessen Inhalte
  • Multiplikator und Sprachrohr für die kommunalen und fachplanerischen bzw. politischen Akteur:innen der Region
Bürgermeisterakademie

Gremium der kommunalen Vertreter:innen der Region

  • Präsentation/Diskussion von Zwischen- und Endergebnissen im Rahmen der halbjährlich stattfindenden Bürgermeisterakademie
Expertenbeirat

Gremium aus externen Fach- und Planungsexpert:innen

  • Beratung der Steuerungsgruppe und des Bearbeitungsteams
  • Neutraler externer Blick auf die Region
  • Sicherung der Ambition des Vorhabens und der Maßnahmen

Peter Bertholet, Direktor Stadsregio Parkstad Limburg

Dr.phil. Univ. Prof. Martina Fromhold-Eisebith, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, RWTH Aachen

Drs. Hans Hoorn, Stadtsoziologie, ehemals stellvertretender Direktor des Stadtentwicklungsantes und Vorsitzender der Stadt- und Denkmalschutzkommission der Stadt Maastrich

Wilhelm Natrup, Amtschef Amt für Raumentwicklung Kanton Zürich

Prof. Dr. Lars Ribbe, Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT), TH Köln

Dipl. Ing. Geologe Klaus Dosch, Leiter der Faktor X Agentur der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH

Termine

Veranstaltungen

Hier finden Sie eine Übersicht zu aktuellen Terminen der Zukunftsagentur und des Rheinischen Revierknotens im Rheinischen Revier sowie Hintergrundinformationen zu bereits stattgefundenen Veranstaltungen.

Alle Termine im Detail auch unter:
www.rheinisches-revier.de/neues/termine-und-veranstaltungen

Der Revierknoten Raum hat ein Veranstaltungsformat „REVIER_TALKS_RAUM“ etabliert, das dazu dient, den Prozess der Erstellung der Integrierten Raumstrategie für das Rheinische Revier möglichst transparent zu kommunizieren und die interessierten Akteure in der Region einzubinden. Dabei werden Aktivitäten, Planungen und Prozesse vorgestellt sowie Konzepte aus unterschiedlicher Perspektive diskutiert.

Anmeldung für REVIER_TALKS_RAUM:
rheinisches-revier@kompakt-b.de

25.10.
2021

REVIER_TALKS_RAUM: Klimasensible Raumentwicklung – Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe

Teilnahme am Reviertalk am 25.10., 18 Uhr

Zoom-Meeting beitreten
Meeting-ID: 863 3147 5204
Kenncode: 651205

Begrüßung

Christa Reicher, Ralph Sterck
Landrat Markus Ramers, Kreis Euskirchen

Vorträge

Auswirkungen und Konsequenzen des Hochwassers 2021

Prof. Dr. Holger Schüttrumpf, Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft, RWTH Aachen

„Schwammstadt“ – Konzepte für die hitzeangepasste und wassersensible Stadt

Dr. Carlo W. Becker, Landschaftsarchitekt, bgmr Berlin

Warum kam es zur Flutkatastrophe und was können wir dagegen tun?

Prof. Dr. Stefan Greiving, TU Dortmund

Kommentatoren/Diskutanten:

Suanne Zaß, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW)
Dr. Bernd Bucher, Vorstand Erftverband

Moderation:

Christa Reicher / Ralph Sterck, Revierknoten Raum

29.11.
2021

REVIER_TALKS_RAUM: Zwischenpräsentation zur integrierten Raumstrategie 2038+

weitere Informationen folgen
Das Team

Wer steckt dahinter

Als Teil der Zukunftsagentur unterstützt der Revierknoten Raum Projektpartner:innen und führt bereits bestehende Planungen und Konzepte in einem Raumbildprozess zusammen.

Profilbild_Reicher

Christa Reicher

Univ. Prof. Dipl.-Ing. Vorsitzende Revierknoten Raum

Profilbild_Sterck

Ralph Sterck

Vorsitzender Revierknoten Raum

Profilbild_Vossen

Benjamin Vossen

M.Sc. Projektleiter

Profilbild_Schrooten

Christine Schrooten

Projektassistentin

Profilbild_Alagic

Ajdin Alagic

Dipl.-Ing. wiss. Mitarbeiter

Profilbild_Enders

Marie Enders

M. Sc. RWTH wiss. Mitarbeiterin

Profilbild_Larisch

Christian Larisch

M. Sc. wiss. Mitarbeiter

Profilbild_N_Maurer

Nicole Maurer

M. Sc. wiss. Mitarbeiterin

Profilbild_M_Maurer

Marc Maurer

M. Sc. wiss. Mitarbeiter

Profilbild_Hamburg

Martin Hamburg

M. A. wiss. Mitarbeiter

FAQ

Häufig gestellte Fragen

  • Der Revierknoten Raum begleitet als einer von sieben Revierknoten den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Als Teil der »Zukunftsagentur Rheinisches Revier« bearbeitet er den programmatischen Rahmen für die räumliche Entwicklung der Region und unterstützt regionale Akteure bei der Initiierung und Durchführung von Förderprojekten.

  • Der Revierknoten »Raum« ist ein interdisziplinäres Team aus Planer:innen und Architekt:innen, welches die Kompetenzen aus Raumplanung, Stadtplanung und Architektur vereint und die räumliche Entwicklung der Region im Fokus hat. Der Revierknoten »Raum« wird treuhänderisch vom Lehrstuhl und Institut für Städtebau an der RWTH Aachen von Prof. Christa Reicher und Ralph Sterck (Zukunftsagentur Rheinisches Revier) geleitet.

  • Zusammen mit den Revierknoten »Infrastruktur und Mobilität« bildet der Revierknoten »Raum« das Zukunftsfeld »Raum« um den Herausforderungen und Chancen in überlappenden Themenfeldern gemeinsam zu begegnen. Des Weiteren erfolgt ein kontinuierlicher Austausch unter den Revierknoten auf Arbeitsebene, um die vorhandene Expertise für die verschiedenen Handlungsfelder und laufende Projekte bestmöglich zu nutzen. Neben dieser engeren thematischen Zusammenarbeit gestalten die Revierknoten einzeln Zielvorgaben, in ihrem zuständigen Themengebiet, unter Berücksichtigung von Projektvorschlägen und den gemeinsamen Grundsätzen der Zukunftsagentur. Somit werden Grundlagen für künftige Förderszenarien geschaffen. Neben dem Revierknoten »Raum« und dem Revierknoten »Infrastruktur und Mobilität« bilden die Revierknoten »Energie« und »Industrie« das Zukunftsfeld »Energie und Industrie« und ergänzen damit die zwei Zukunftsfelder »Ressourcen und Agrobusiness« und »Innovation und Bildung« der gleichnamigen Revierknoten. Das Ensemble der Zukunftsfelder wird durch den siebten Revierknoten »Internationale Bau- und Technologieausstellung« (IBTA) vervollständigt.

  • Der Revierknoten »Raum« ist Teil der Zukunftsagentur im Rheinischen Revier, welche als strategischer Partner der Bundes- und Landesregierung die Belange der Region koordiniert. Vom »Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie« des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert, bündelt die Zukunftsagentur als zentrale Koordinationsstelle zur Steuerung des Strukturwandels die Interessen und Bedarfe des Reviers.

    Neben der Moderation der Arbeit der Fachgruppen »Revierknoten«, veröffentlicht die Zukunftsagentur Förderaufrufe für Strukturwandelprojekte auf Basis des Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) und informiert durch Öffentlichkeitarbeit zum Fortschreiten des Prozesses. Weiterhin ist die Zukunftsagentur Organisator für Veranstaltungen wie dem Format der »Revierkonferenzen« und bietet Bürgerdialoge und Beratungen für Akteur:innen die im Strukurwandelprozess beteiligt sind an.

  • Mit dem Rahmenprozess »Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+« wird auf Basis bestehender regionaler Konzepte und Analysen eine gesamtregionale Entwicklungsstrategie erarbeitet, welche die Herausforderungen des Strukturwandels in der Region adressiert und Lösungswege aufzeigt. Dabei wird ein integrierter Ansatz verfolgt, der speziell auf die lokalen Besonderheiten und Bedarfe der Region abgestimmt ist. Als tragfähige gemeinsame Vision bildet die »Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+« gemeinsame Ziele ab und kann damit Orientierungspunkt für alle Akteure im Strukturwandelprozess sein.

  • Die im Rahmen des Raumstrategie-Prozesses stattfindende »kooperative Mehrfachbeauftragung« soll durch die parallele Bearbeitung der Planungsaufgabe durch unterschiedliche interdisziplinäre Planungsteams ein größtmögliches Ideenspektrum als Diskussionsgrundlage für die regionalen Akteur:innen bilden.

    Parallel werden die in der Raumdiagnose entstehenden Kartenwerke auf einer online Plattform Namens »Raumlabor« den Bürger:innen mit partizipativen Kommentarfunktionen zur Verfügung stehen.

    Außerdem begleiten thematische und teilräumliche Workshop-Formate wie die »Tagebauumfelder-Workshops« und das Format der »Orte der Zukunft«, sowie die Veranstaltungsreihe »Reviertalks« mit Fachaktuer:innen der Region den Prozess.

  • Der Gesamtprozess »Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+« besteht aus drei Phasen:

    • Phase 0 – Dynamische Raumdiagnose als Basis für die zu erarbeiteten Konzepte
    • Phase 1 – Diskurs der Raumvision (im Rahmen der Mehrfachbeauftragung)
    • Phase 2 – Teilräumliche Vertiefungen (im Rahmen der Mehrfachbeauftragung)
    • Phase 3 – Zusammenführung der Raumbildvarianten in der »Raumstrategie Rheinisches Revier 1.0«

    Die Phase 0 bildet als sogenannte »Raumdiagnose« durch die Zusammenschau der bereits bestehenden teilräumlichen und thematischen Konzepte die Basis für die zu erarbeiteten Planungsaufgabe.

    Zum andern werden die fortlaufenden analytischen Ergebnisse aus der »Raumdiagnosephase« während der Durchführung der weiteren Phasen in den Prozess eingespeist.

    Die Mehrfachbeauftragung zum Raumbild erstreckt sich über die Phasen 1 und 2. Hier wird in einer ersten Phase der Diskurs zur Raumvision durch das Erstellen von drei Raumbildvarianten eröffnet, während die drei Planungsteams in einer zweiten Phase thematische und teilräumliche Vertiefungen erarbeiten. In der dritten und letzten Phase werden die in der Mehrfachbeauftragung entstandenen räumlichen Möglichkeiten zu einem Raumbild, der »Raumstrategie Rheinisches Revier 1.0« zusammengeführt.

    Die Veröffentlichung der ersten Ergebnisse der Planungsteams aus der Mehrfachbeauftragung ist für den Winter 2021 datiert. Ein erster Aufschlag für eine gesamträumlich zusammengeführtes Raumbild im Sinne der »Raumstrategie Rheinisches Revier 1.0« ist für den Frühsommer 2022 vorgesehen.

    Mit der »Raumstrategie Rheinisches Revier 2038+« begleitet der Revierknoten Raum mittel- bis langfristig in einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie die räumliche Entwicklung der Region sowie Projekte und Prozesse zur Bewältigung und Gestaltung des Strukturwandels.

  • Als Bürger:innen der Region wird es Ihnen möglich sein, auf unserem interaktiven Kartenwerk, dem Raumlabor, sich aktiv in den Diskurs durch eine Kommentarfunktion einzubringen.

    Außerdem gibt es die Möglichkeit an öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Mehrfachbeauftragung zum Raumbild teilzunehmen. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen entnehmen Sie bitte den Ankündigungen auf dieser Homepage. Für Fragen an den Revierknoten Raum wenden Sie sich bitte an Christine Schrooten.

    Das monatliche Veranstaltungsformat »Reviertalks« bietet ihnen die Möglichkeit an thematischen Fachvorträgen teilzunehmen und sich fortlaufend über den regionalen Diskurs zu informieren.

  • Zu Anfragen aus dem Zukunftsfeld »Raum« wenden Sie sich bitte an Benjamin Vossen vom Revierknoten »Raum« oder an Sven Schuhmacher vom Revierknoten »Infrastruktur und Mobilität«.